Sächsische Zeitung, Ausgabe Dienstag 08.02.2011:

Freier Eintritt beim Familienfasching in Kesselsdorf
Der Karnevalsklub Kesselsdorf vereint Faschingsfreunde aus drei Wilsdruffer Ortsteilen.
(von Stephan Klingbeil)
KLINGBEIL.STEPHAN@DD-V.DE

Die Narren sind los. In Kesselsdorf, Grumbach und Braunsdorf wird ab dem kommenden Sonnabend wohl noch ein bisschen mehr Fasching gefeiert als sonst. Denn der Karnevalsklub Kesselsdorf (KKK), der Jecken aus diesen drei Wilsdruffer Ortsteilen vereint, feiert 40-jähriges Vereinsjubiläum.
Restkarten für den Auftakt gibt es - wenn überhaupt - nur an der Abendkasse. Das gilt ebenfalls für fast alle Veranstaltungen des KKK in diesem Winter. Nur für die Sause am Faschingsdienstag, also am 8. März, gebe es noch Tickets. Beim Kinderfasching am selben Tag zwischen 15 und 17 Uhr ist der Eintritt genauso frei wie beim Familienfasching zwei Tage davor, ab 15 Uhr.

Klubgaststätte hat neuen Pächter

Für die diesjährigen Karnevalsfeiern unter dem Motto: "Die Party wird heiß - Alles in schwarz-weiß" soll es zwar Ticket-Wartezeiten geben. Doch der Klubvorstand macht kaum Hoffnung, dass noch viele nachrücken können, wenn andere ihre Karten zurückgeben.
Auch am 4. Juni, zur großen Jubiläumsparty mit Tombola, werden viele Anhänger der fünften Jahreszeit erwartet. Anders als sonst lässt es der KKK dann aber in der Halle auf dem Grumbacher Festgelände krachen. Seine Heimat hat der Verein im Grumbacher Hof. Der Klubsaal ist erst vor Kurzem saniert und die Technik erneuert worden.
Der Gaststätte in der Ortsmitte wird auchnach dem Eigentümerwechsel vor ein paar Tagen das Zentrum des Kesselsdorfer Karnevals bleiben. Der aus Wilsdruff stammende Dresdner Jens Böhme hat den Gasthof von Pächterin Kerstin Forckert übernommen. Sie wollte aus privaten Gründen kürzer treten, wird aber weiterhin Leckereien in der Küche zubereiten.
Zudem wir dsie dem Verein mit den rund 50 Mitgliedern verbunden bleiben, der zwar in Grumbach beheimatet ist, seine Wurzeln aber in der Abteilung Fußball der SG Kesselsdorf hat. Denn es war der vor fünf Jahren verstorbene Eckbert Glaser von dem Sportverein, der eins Tanzabende in der Konsum-Gaststätte Grumbach organisierte. Auch zur Faschingszeit, so etwa den Nachtwäscheball.
"Ohne Eckbert Glaser würde es den Karnevalsklub nicht geben", sagt Vorstand Tino Ebert. Glaser habe die Idee gehabt, einen Faschingsklub zu gründen. Eckbert scharte elf Leute um sich und soll gesagt haben: "Ihr braucht eine schwarze Hose und ein weißes Hemd." Das war alles. Der Elferrat wurde gegründet, 1971 - ohne Programm - der erste Fasching gefeiert. Im Jahr darauf hat der KKK dies nachgeholt. Aus dem "Räuberfasching" wurde eine Tradition, die der Karnevalsverein bis heute beibehalten hat.